Willkommen…

… auf unserer Website. Am 30.03.2011 starteten wir unsere Tandemtour in Jena. Wir  wünschen euch viel Spaß beim “Mitfahren”.

Thomas & Sabine


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March 6th – Slide Show in Clarksville, TN

  • Tuesday March 6th 2012 – 6 pm
  • Austin Peay State University
  • Dunn Center – room 211
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***PAUSE***

Nach 235 Reisetagen freuen wir uns auf eine Pause und zahlreiche warme Duschen!!!

An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren Familien, Freunden und all den Menschen bedanken, denen wir auf unserer Tour begegnet sind – zum Einen für die Unterstützung und zum Anderen für’s “Daumen drücken”. Man möchte es oft nicht glauben, dass die Welt gefüllt ist mit freundlichen, liebenswerten und hilfsbereiten Menschen – aber es ist tatsächlich so!!!

Außerdem möchten wir euch Danke sagen und freuen uns über die positive Resonanz zu unserem Blog. Wir haben versucht euch immer auf dem Laufenden zu halten und haben gern unsere Erlebnisse mit euch geteilt.

Wie und wann es weiter geht überlegen wir uns in der nächsten Zeit …

  • Mit unserem E-Mail-Newsletter erfahrt ihr automatisch alle Neuigkeiten! Wer also auch weiterhin “Mitreisen” möchte, der sollte hier unbedingt seine E-Mail Adresse eintragen.

 

  • Außerdem freuen wir uns über eure Unterstützung! Nicht zuletzt ermöglicht sie uns weiterzureisen und neue Erlebnisse auf www.tandemtrotter.de mit euch zu teilen. Hier findet ihr zwei Möglichkeiten, wie ihr dies tun könnt.

K I L O M E T E R G E L D   &  P O S T K A R T E N S E R V I C E

  • Und ganz wichtig!!! Wer Fragen hat oder uns Tipps und Empfehlungen bzgl. Radreisen auf dem Nord- und Südamerikanischen Kontinent geben möchte, der schickt am besten eine E-Mail an tandemtrotter@gmail.com.
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Fahrstrecke: Washington DC nach Clarksville (Tennessee)


Radroute 1347621 – powered by Bikemap

Statistik

  • Gefahrene Strecke: 1400 km
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 14,6 km/h
  • Fahrtage:  25 von 30 Reisetagen

Gesamte Fahrstrecke: Jena bis Clarksville, TN –  8984 km

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Ankunft in Tennessee

Nun war es endlich soweit – unsere „letzten“ 2 Reisetage in diesem Jahr!!! Laut Wettervorhersage blieben uns auch nur 2 Tage mit Sonnenschein und Temperaturen um die 15°C, um unser Ziel zu erreichen – denn danach fing tatsächlich der Winter an …

Die letzte Nacht verbrachten wir nicht im Zelt. Während unserer „Zeltplatzsuche“ lernten wir nämlich John und seine Frau kennen. Sie beschrieben uns eine windgeschützte Ecke auf ihrem Land, die sich zwischen einer Scheune und dem zur Zeit unbewohnten Haus von Johns Schwester befand. Dort bauten wir zunächst unser Zelt auf und fingen gerade an unser Gepäck zu verstauen. Da kamen die beiden in ihrem Truck angefahren um zwei Kälber zu füttern. Wir unterhielten uns etwas länger und bevor wir uns versahen wurden wir dazu eingeladen die Nacht doch bitte im warmen Haus zu verbringen. Seine Schwester, die Besitzerin des Hauses, rief John ebenfalls an und sie meinte nur „wir sollen uns ganz wie zu Hause fühlen“.

Für den nächsten Morgen wurden wir von John zum 8 Uhr Frühstück in die Kirche eingeladen. Das bedeutete, dass wir um 6 Uhr aufstehen mussten, damit wir noch ausreichend Zeit zum Packen hatten. Über Nacht gab es Frost. Bei Sonnenaufgang schauten wir uns ein kleines Naturschauspiel an – die Sonne guckte langsam über den Horizont und der Nebel breitete sich für kurze Zeit über das weite Feld aus. Dann fuhren wir zur Kirche, wurden dort herzlich empfangen und ließen uns das leckere Frühstück schmecken. Ein großes Dankeschön nach Adairville!!!

Gegen 10.00 Uhr fuhren wir los. Vor uns lagen noch ca. 50 km – das bedeutete, dass wir schon am frühen Nachmittag bei unseren Freunden in Tennessee sein würden. Unsere Vorfreude wurde immer größer und noch nicht einmal der Gegenwind konnte etwas gegen unsere gute Laune machen. Nach 20 km kamen wir an eine Kreuzung, die so nicht in der Karte war. Wir bogen links ab … laut Hauptrichtung war das auch der richtige Weg. Wir fragten vorsichtshalber eine Autofahrerin nach dem Weg. Sie bestätigte uns, dass dies der richtige Weg sei. Wir möchten an dieser Stelle erwähnen, dass wir während unserer Tour durch die USA nur selten eine konkrete Wegbeschreibung erhalten haben UND die Meilenangaben noch NIE mit der tatsächlichen Entfernung übereingestimmt haben. Naja, wir fuhren zumindest erst einmal weitere gut gelaunte 20 km. Doch dann sah Sabine einen Ortnamen, der laut Karte nicht wirklich auf unserer geplanten Strecke liegen durfte. Von da an hatte Sabine übelst schlechte Laune. Wir legten eine Mittagspause ein und erkundigten uns bzgl. der „Schadensbegrenzung“ nach kleinen Nebenstraßen, die uns zurück auf die richtige Strecke brachten – zumindest radelten wir an unserem letzten Tag nicht etwa die geplanten 50 km, sondern gleich mal 80 km! Die Ankunft in Clarksville, Tennessee war somit auch nicht am Nachmittag sondern kurz vor Dunkelheit. Unsere Freunde hielt dies allerdings nicht davon ab uns auf den Fahrrädern entgegen zu kommen. Die letzten paar Kilometer radelten wir gemeinsam und die Freude über das Wiedersehen war groß. Als Überraschung haben sie sogar das Gästezimmer mit ca. 50 Luftballons in den Farben Schwarz-Rot-Gold gefüllt …

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„Schildkröten-Aas“ und Tomatensaft

Nach 2 Tagen Dauerregen machten wir uns nun mit neuem Hinterrad auf den Weg. Dies waren die vorerst letzten 160 Kilometer bis zu unseren Freunden, die in der Nähe von Nashville, Tennessee wohnen. Auf dem Weg dorthin sollten wir aber noch das ein oder andere „Abenteuer“ erleben…

Während einer kurzen Pause fing Sally auf einmal an sich wie verrückt in irgendwelchen Steinen  zu wälzen. „Na gut“ dachten wir „wenn ihr das gefällt?!?! – warum nicht???“. Dann haben wir gesehen (leider zu spät), dass sie sich in einer toten Schildkröte gewälzt hatte. „Super Hund – ganz toll gemacht!!!“. Zumindest stank unser Hund ab sofort extrem nach Schildkrötenaas. „Stank“ ist gar kein Ausdruck für diesen Geruch – es  war einfach nur WIDERLICH!!! Hinter einer Kirche entdeckte Thomas einen Wasserhahn. Die Sonne schien und wir entschieden uns spontan Sally ihre erste Dusche zu geben. Wir  verbrauchten eine ganze Packung Shampoo, um Sally einigermaßen von der toten Schildkröte zu „befreien“. Thomas nutzte sogar seine OP-Handschuhe – wer hätte diesen Einsatz vor der Abfahrt in Deutschland schon vorhergesagt??? Danach konnte Sally sich wieder warm laufen! Gestunken hat sie jedoch immer noch – nur etwas weniger!!!

Abends fragten wir eine nette Familie, ob wir das Zelt in den Garten stellen können. Kurz darauf wurden wir zum Essen eingeladen und verbrachten einen super netten Abend mit Jennifer, Dylan und Dakota. Die drei hatten ebenfalls Hunde und gaben uns den Tipp, dass wir Sally mit Tomatensaft „einseifen“ sollen. Zum Abschied erhielten wir sogar gleich noch eine große Büchse Tomatensaft, damit wir Sally am nächsten Morgen erneut waschen konnten. Und „JA“ – Tomatensaft funktioniert wirklich!!!!

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Pannenabenteuer – 100 Meilen vor unserem Winterquartier

Am nächsten Morgen sind wir sehr früh aufgestanden, da um 6.30 Uhr die ersten Kunden in der Tür standen. Brian, der Besitzer der Werkstatt, hat im Hintergrund die halbe Stadt mobilisiert, um herauszufinden wer uns wohl helfen könnte. Gegen 9.30 Uhr wurden wir zu einem anderen Laden mit Werkstatt ins Stadtzentrum gefahren. Doc, der Besitzer dieses Ladens, hatte immerhin ein paar alte, wenn auch rostige, 5-Gang Hinterräder. An eine Weiterfahrt am gleichen Tag war somit nicht zu denken. Schnell erkannten wir, dass wir wohl ohne einen Radladen der nächst größeren Stadt nicht auskommen würden. Wir erhielten am Nachmittag eine Einladung eines Mitarbeiters der Werkstatt die nächsten Tage bei ihm und seiner Frau zu wohnen. Diese konnten wir leider nicht annehmen, denn als Doc nämlich unsere Lage erkannte ging er in seinem Element ganz auf. Er telefonierte, organisierte und erklärte uns, dass er „sein halbes Leben“ damit verbracht hatte eine Unterkunft für Leute, die in Not geraten sind zu bauen. Noch bevor wir uns versahen war unser Hab und Gut auf einem Pick Up Truck verstaut und wir machten uns auf den Weg zum „Shelter“… Zunächst überkam uns ein eher beklemmendes Gefühl als wir hier ankamen – wir wurden jedoch freundlichst empfangen, bekamen ein eigenes Zimmer und unterhielten uns mit der Leitung und einigen Menschen, die hier vorübergehend eine warme Unterkunft gefunden haben.

Yvonne, die Leiterin der Einrichtung, ist schließlich mit Thomas in die nächst größere Stadt zum Fahrradladen gefahren, der auch die passenden Ersatzteile haben sollte. Im Radladen baute Thomas mit dem Mechaniker Willy den Freilauf aus. Schnell kamen die beiden aber an den Punkt, dass ein 14er Inbusschlüssel fehlte. Was blieb da anderes übrig als diesen zu besorgen? Eine Stunde und 4 Geschäfte später fand Thomas einen. Wieder im Radladen beendeten sie nun den Ausbau – nur um festzustellen, dass das ganz ähnlich aussehende Ersatzteil doch nicht passt!!! Somit musste 100 Meilen vor unserem „Winterquartier“ ein neues Hinterrad her. Willy machte uns einen guten Preis und berechnete dankbarer Weise für seine Arbeitszeit nichts. Auch Yvonne hatte nach der ganzen Gurkerei immer noch ihren Humor behalten und  fuhr gemeinsam mit Thomas schließlich die eine Stunde zurück nach Tompkinsville.

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Kentuckys „Back-Country-Roads“ (Teil: 3)

Am nächsten Morgen reparierten wir das Rad und fuhren weiter. Wir setzten mit einer Fähre über einen Fluss – zufällig war das auch die einzige staatliche „rund um die Uhr“ Fähre, die es noch in Kentucky gibt. Am anderen Ufer angekommen nutzte Sally die Gelegenheit um ins Wasser zu hüpfen. Wir denken, dass sie noch nie zuvor die Gelegenheit zum Schwimmen gehabt hatte. Dementsprechend Respekt hatte sie vor tiefem Wasser.

 

In Tompkinsville haben wir für 0,50 Dollar getankt und sind zur Bibliothek gefahren, um neue Artikel hoch zu laden – damit ihr auch immer etwas Neues zu Lesen habt!  Dann wollten wir zum Walmart fahren. Auf dem Weg ist uns dummerweise der Freilauf kaputt gegangen. Schöner Schlammassel – 170 km vor unserem Winterquartier! In einer Werksstatt haben wir gefragt, ob es einen Fahrradladen in der Stadt gibt (haha). Es sollte aber einen Mechaniker geben, der nebenbei an Fahrrädern herumschraubt. Der wäre jedoch erst am nächsten Morgen zu erreichen. Der Besitzer der Werkstatt erlaubte uns das Zelt hinter das Haus zu stellen. Wir wollten gerade mit dem Aufbau beginnen, da rief er uns zu, dass wir gern auch in der Werkstatt schlafen können… juhu, hier gab es Internet und eine warme Dusche – naja, mit der warmen Dusche mussten wir ein wenig improvisieren und nutzten dafür die Radflaschen und einen im Badfußboden ohnehin existierenden Ablauf… tut doch immer wieder gut!!!  Das Beste war jedoch, dass wir einen trockenen Platz zum Schlafen hatten – für die nächsten 2 Tage war nämlich Dauerregen angesagt.

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